Reden ist Silber, Schweigen ist Gold?

Mir wurde heute mal wieder sehr eindrucksvoll von meinen Eltern gezeigt, dass wir nur noch nebeneinanderher, aber nicht mehr miteinander in diesem Haus leben. Man stelle sich das etwa so vor: 3 Menschen sitzen am Esstisch, es herrscht bedrückend laute Schweigsamkeit und je länger wir so da sitzen, desto trauriger wird diese Szene.

Aber was erwarte ich auch? Zu meinem Vater habe ich absolut keine Beziehung mehr. Das einzige, was ich für ihn empfinden kann ist Hass, Abscheu, Ekel, Wut - und Mitleid. Und er? Er scheint mit mir komplett überfordert zu sein. Richtig so! Denn genaus das entspricht der Wahrheit.

Natürlich bin ich nicht die erste, die gegen seine häusliche Diktatur zu rebellieren beginnt. Aber anscheinend ist meine Methode die beste. Und weil wir beide wissen, dass ich ihn niemals stürzen kann, aber ebenso wenig meine Meinung über ihn und gewisse andere Dinge ändern werde, schweigen wir uns immer wieder demonstrativ an, um die Verachtung, die wir für den jeweils anderen empfinden kundzutun.

 

20.5.07 19:43

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