Der Kopf bestimmt den Körper??

Ich weiß mal wieder gar nicht, was ich eigentlich schreiben soll. Aber irgendwie ist da das Bedürfnis meine Gedanken aufzuschreiben. Und sei es nur, weil ich mich so verwirrt fühle. Und die Gedanken ordnen muss. Allerdings habe ich auch Angst, nicht direkt, aber ich spüre sie tief in mir, zwischen all der Verwirrung, dem Schmerz.

Wo soll ich nur anfangen... Am besten mit meinem Körper, der nicht wirklich zu mir gehört:

Ich bin normal groß und habe zur Zeit einen BMI von 22 - was für mich ein Beweis des persönlichen Versagen ist, aber dazu vllt. ein anderes Mal. Ich hab als Normalgewicht, fühle mich aber dennoch viel zu fett. Und das war auch so, als ich einen BMI von 19 hatte und ca. 9kg weniger wog. Mein Gewicht ist also eigentlich kein Problem, aber meine Einstellung dazu ist eins. Ein gewaltiges Problem. Ein Problem, das so groß ist, das ich daran zu zerbrechen drohe. Nicht akut - noch nicht. Aber es wird kommen, das weiß ich. Ich brauche meine Gewichtskontrolle um ein seelisches Gleichgewicht zu bewaren. Zunächst einmal: Ich bin mir darüber im Klaren, das alles was ich über Ernährung, Gewicht, Diäten und Gesundheit im krassen Gegenteil zu dem steht, was ich tue. Seit ich 11 Jahre alt bin mache ich Diäten. Zunächst sporadisch, dann regelmäßig, irgendwann immer extremer und mittlerweile bin ich quasi auf Dauerdiät. Mein individuelles normales Gewicht, also das was für meinen Körper gut war, und welches ich hatte als ich nur hin und wieder harmlose Diäten gemacht habe liegt bei einem BMI von 20-21.

Mir gefiel dieses Gewicht nicht. Aber meinen Diäten waren nicht ungesund. Ein-zwei Wochen lang aß ich weniger Süßigkeiten, bewegte mich ein bisschen mehr. Alles kein Problem.

Als ich durch einen Urlaub zunahm, nur ein bisschen, startete ich wieder eine Diät - etwas radikaler: ich hungerte. Und das gefiel mir. Ich erreichte mein Ursprungsgewicht nach einiger Zeit und brach die Diät wieder ab. So weit, so gut.

Extrem wurde es erst vor ca. einem Jahr. Als ich anfing meinen Körper zu hassen. Ihn als schwach, fett und irgendwie falsch wahrzunehmen. Als ich hin und wieder fastete, wöchentlich zwischen Diät und normalem Essverhalten hin und her schwankte und irgendwann zum ersten mal kotzen ging. Aber ich hatte alles Griff, es fühlte sich richtig an.

Erst als ich für ein halbes Jahr ins Ausland ging eskalierte die Situation. Ich hatte keine Waage dort, musste essen was auf den Tisch kam und fühlte mich unendlich alleine. Ich nahm zu - 13 kg; BMI 24,5. Als ich zurück kam und das erstemal wieder auf die Waage stieg brach eine Welt für mich zusammen. Ich hatte mich mit 13kg weniger viel zu fett gefunden und jetzt war alles nur noch schlimmer. Ich brauchte einige Zeit um mein Essverhalten wieder in den Griff zu kriegen. Und habe seither 5kg abgenommen.

Ich bin wieder auf Dauerdiät. Zwischen 1200kcal und 1600kcal sind normal für mich. Alles darüber ist schrecklich. Und anormal, ekelerregend, zum kotzen quasi. Und das ist mittlerweile auch meine normale Reaktion. Obwohl es widerlich ist. Obwohl mein Mund danach wehtut und mein Hals brennt und ich wahnsinnige Angst um meine Zähne habe. Aber es beruhigt mich. Es ist fast schon ein Akt der Entspannung...

13.6.07 21:42

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Bianca / Website (13.6.07 21:49)
hey du, hab mich hier in deinem blog bissl umgesehn. hm also naja weiß ned recht was ich zu deinem letzten eintrag sagen soll... ich kenn, dass ja selbst als mädchen, dass man sich ned hübsch/zudick/ oder so findet. aber so krass is des bei mir nie gewesen. aber wenn du wen zum reden brauchst... fremden erzählt man leichter was als leuten die man kennt.

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